Das war der Frangnbikerstammtisch 4/1999

Einladung

Moin,

bei unserem letzten Treffen am Ostersonntag beschlossen wir,
den naechsten Ausflug durch den Steigerwald/Naturpark Frankenhoehe 
zu planen.


            am Sonntag, den 18. April 1999

                      trifft sich der 

       4. netzuebergreifende Frankenbiker-Stammtisch  99
   im Gasthaus "Schrotmuehle" in Scheinfeld im Steigerwald. 

Scheinfeld liegt etwa 2 Kilometer suedwestlich von Frankfurt und 
etwa 11 Kilometer nordoestlich von Ingolstadt. :o)

Am einfachsten ist es auf der Karte zu finden, wenn man eine
direkte Linie zwischen Erlangen und Wuerzburg zieht. Auf halber
Strecke liegt Scheinfeld, noerdlich der B8. Genau suedlich der 
A3-Autobahnausfahrt Geiselwind.

Die B8 bietet sich auch fuer die Anfahrt an. Scheinfeld ist
ausgeschildert, der Gasthof "Schrotmuehle" liegt gleich an der 
ersten Kreuzung im Ort am Eck, knapp gegenueber der Sh*ll-Tankstelle. 
Parkplaetze finden sich ausreichend auf dem benachbarten
Supermarktparkplatz.
Tel.Nr. vom Gasthaus ist 09162 441

Eintrudeln ist wie ueblich von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr angesagt.
Wer etwas zu Essen bestellen moechte, moege bitte entsprechend
rechtzeitig eintreffen und sein Toeff ggf. schon vorher betankt
haben.

Als Tour hatte ich mir eine kleine Runde gen Sueden durch
den Naturpark Frankenhoehe vorgestellt, der Endpunkt ist recht
offen, entweder bei Mamma Helle oder irgendwo bei Ochsenfurth.
:o)

CU, Dirk
'91 XT600k 3UW 57600km
'91 FJ1200 3YA 75230km

Bericht

Hi,


dies war der erste Stammtisch, bei dem ich mir was zu lesen
fuer den Treffpunkt eingepackt hatte. 
Kontinuierlicher Regen in der Nacht bei Temperaturen um 1-2 Grad 
Celsius, vorrausgesagte "wechselhaftes" Wetter fuer den Sonntag, 
Karsten hatte sich nach Norden verabschiedet, Intercool aus Zeit-
mangel abgesagt, von den Meinigern und WUe'lern hatte man seit 
Dienstag nichts gehoert, Helmut und Wolfgang waren von der Familie 
mit Beschlag belegt worden und die Schlechtwetter-Stamm-Mannschaft 
Jens, Maik und Micha hatte ich kurz vor Abfahrt nur am Handy 
erreicht: "Ja mei, wir sind gleich am Wannsee, das schaff'n wir 
heut' net. Viel Spass. " :oO
Wenigstens hatte ich keinen Tisch reserviert. :o/

Finten und Haken schlagend schaffte ich es, meiner Regenwolke 
bis etwa Neustadt ein Schnippchen zu schlagen, aber irgendwie 
kannte sie mein heutiges Ziel und lauerte mir an der Abzweigung 
zur B8 auf. Frisch begossen kam ich dann bei leicht aufklarendem 
Wetter in Scheinfeld an, nur um erstaunt einen Haufen Moppeds 
auf dem A*di-Parkplatz vorzufinden. :oO :o)

Und so trafen sich dann heute, am Sonntag, den 18. April 1999
folgende Freunde des Wassersports in der Schrotmuehle zu Scheinfeld
(Reihenfolge ohne Wertung):

Lothar      R 100 RT            Viereth
Werner      R 65                Viereth
Thomas      Triumph Speed Tr.   WUe
Silvia      VFR                 WUe
Claudia     GSF 600             Wue
W-Alex      XJ-900              WUe
Martin      CB 500              OF 
Juergen     TA                  Walsdorf
Brigitte    TA                  Walsdorf
Andreas     XTZ 660             Walsdorf
Volkhart    FJ1200A             Poedeldorf
Dirk        FJ1200              Frauenaurach

Das Essen war vorzueglich, teilweise etwas kaerglich'
portioniert, und die leicht ueberforderte weil alleinige 
Bedienung liess den Start etwas voerzoegert stattfinden.

Nach kurzem Tankstop kam der erste Schlenker Richtung 
Nordosten, um Frankfurt in einem Rutsch zu durchrollen
und der Steinach bis Obersteinach zu folgen.

In Os. gings wieder nach Baudenbach zurueck zu B8, die ich 
in Langenfeld zu unterqueren hoffte, was uns leider der
gesperrte Ortskern vereitelte. Man sollte doch wirklich 
nicht nur den Karten vertrauen. :oI

Also ging's kurz auf die bolzengerade B8 bis Oberlaimbach,
um dort der Umleitung folgend links wieder nach Ullstadt
abzubiegen.
Die Etappe Sugenheim-Deutenheim den Ehebach entlang sei nur 
wegen ihrer langweiligen Streckenfuehrung erwaehnt, was sich 
aber ab Deutenheim Richtung Ruedisbronn erfreulich verbesserte.

Eine oestlich lauernde Regenfront liess mich die in den GPS-
Receiver programmierte Strecke Kaubenheim, Ipsheim, Eichelberg 
in die Tonne treten und wir folgten der frisch angefeuchteten, 
aber regenfreien Strecke nach Osten ueber Herbolzheim und Ulsen-
heim, immer dem Sonnenloch entgegen. (Koennen Regenwolken eigent-
lich fluchen? :o) )

Zwischen U., Seenheim, Neuherberg war's wieder belanglos, so 
dass erfreut die Abzweigung nach Buchheim auf die im Hinter-
grund lockende Huegelkette der Frankenhoehe hin genutzt wurde.
Der Abkuerzung entpuppte sich aber als Schlammetappe, die jedem 
Mopped eine beinah gleiche Farbe verlieh.

In Burgbernheim selbst glaubte ich Depp :o((( meinem GPS nicht 
-nach links!-, sondern bog rechts den Schildern Richtung Rothen-
burg folgend ab, nur um mich dann statt am Schlossberg auf der 
B470 wiederzufinden. *aerger*
Diese peinliche Etappe wurde im Flug bis Reichelsholfen erdultet,
hier gings suedwaerts ueber Hartershofen bis Schweinsdorf wieder 
auf die urspruenglich geplante Tour am Flughafen vorbei nach 
Rothenburg rein.

Die beruehmte Altstadt wurde kurz gestreift,dann ging's ein paar 
erfreuliche Kurven runter ins Taubertal, einem genialen Abschnitt,
dem wir dann bis Creglingen bzw. Roettingen folgen s(/w)ollten.
Eine ansonsten belangloser Parkplatz bei Steinbach lud zu einer
kurzen Zwischenrast in der Sonne ein. 

Dann kam eine moderaten Etappe um ein paar Sonntagsfahrer herum 
bis Creglingen. Und in Cr. folgte ploetzlich eine eine bange 
Wartezeit, denn nach mehreren Ueberholmanoever eingangs Creglingen 
hatte W-Alex die drei hinter ihm fahrenden nicht mehr im Rueckspigel 
gefunden. :oO
Martin, Andreas und Lothar fehlten. Hatten diese eine der zwei
Tankstellen im Ort aufgesucht? :o/

Thomas und Volkhart kehrten sofort um, ich selbst folgte bangen
Herzens erst spaeter; als die zwei nicht zurueckkommen. 
Die zwei Tankstellen in Cr. waren bar jedes Moppeds. Irgendwas
krampfte sich in mir zusammen. :o(
So schlimm konnte die zwei-drei Passagen auf dem Bitumen nicht 
gewesen sein (auch ein BT53 gibt hier auf, oh ja!), und das 
Verkehrsaufkommen war eigentlich auch moderat. 

Mit nicht ganz feinem Fahrstil ging's wieder zurueck, bangen 
Herzens einen Haufen Leute hinter einer Kurve erwartend, jede
Kurve wurde talwaerts inspiziert, jedes Zeichen des Gegen-
verkehrs auf moegliche Warnungen/Zeichen beobachtet.
Gas, Kurve, Bremsennnnnkkk!!!, Gas, nochmehr Gas, habe ich 
den Verbandspacken dabei? Reifenflickzeug?, Ortschaft f*ck, das 
waere der erste ernste Unfall beim FBi? - na prima,  sch*sse die 
Kurve war a weng schnell, wo sind die Lichter im Rueckspiegel?, 
Gas, verdammter Sonntagsfahrer, lass' mich durch, Mist, hier unten 
werden wir keine Empfang fuer den Notruf haben, Gaaas, *ssssssst*
sch**ss Bitumen. bloss nicht bremsen, depp, das fehlte noch: zwei
Unfaelle, was koennte ihnen passiert sein?, Schlamm, Kuhmist, 
Gegenverkehr?, wieso war die Kurve vorhin eigentlich breiter, 
schon die dritte Ortschaft, nichts, irgendwas klopft in den 
Ohren, neuneinhalbtausen Umdrehungen, die alte Dame bringt's 
noch, wie lange ist der letzte ersteHilfeKurs zurueck?, es 
drueckt an den Schlaefen, nichts auf der Piste, kein Volkhart 
zu sehen, kein Thomas, kein Mopped am Strassenrand, niemand 
winkt, niemand ruft, kein Rauch, kein Schrott, keine Gaffer, 
nichts. :oo

Nichts. :oO

Wir kommen in Steinbach wieder am Parkplatz an. Thomas und 
Volkhart sind gerade beim Wenden. 

Niemand sonst da. (Wenigstens kein Unfall. :o? )

Ich bin mir sicher, nichts und niemand uebersehen zu haben. 
F*ck! Wo stecken die Brueder?!

"In Uffenheim. Ca. 10 km noerdoestlich von uns."  Luigi.

Er telefoniert. Das erste Mal, dass ich einer Freisprech-
einrichtung eines Handys was abgewinnen kann. Denn damit
konnte Andi Luigis Anruf entgegennehmen. Die drei waren 
in Creglingen falsch abgebogen und befanden sich nun auf 
der B13 Richtung Ochsenfurt. *pff* 

Tja, erst mal den Rest Adrenalin verstaut, dann wurde 
der Treffpunkt Mainbruecke in O-Furt vereinbart. Ein
kleiner Anschiss von Werner folgte "wenner die igsde 
fuhrt, kimmter nich vom flegg, abber midder effjod 
bolssder umenander, ne sowas", (sorry Werner) an-
schliessend ging's es etwas gemaessigter auf dem ur-
spruenglichen Streckenplan wieder Richtung Ochsenfurt.

Ab Roetting kam ein etwas ziechertes Stueck, bis wir die Vermissten 
wie verabredet auf der (gesperrten) Mainbruecke wieder trafen.
Mit Umwegen hatten wir bis hier 157 km bei einem Schnitt von 
72 km/h bis hier hinter uns.

Anschliessend ueberfielen wir noch kurz vor dem einzigen 
Schauer des Tages ein recht volles Eiscafe in der Innenstadt, 
wo auch Brigitte und Luigi ihre Runde Kakao wg. ihrer KTM 
Adv. ausgaben.

Hier trennten sich dann die Truppe, ich selbst verabschiedete
mich dann in Marktbreit, um noch den einen oder anderen Umweg
anzutesten. 317 km spaeter war die FJ wieder im heimatlichen 
Stall.

Der naechste Treff wird vorraussichtlich in Hallendorf, auf
dem Kreuzberg stattfinden, wartet aber bitte die Einladung 
(HP und Posting in drm) ab.

Allzeit schrottfreie Fahrt, Dirk

'91 XT600k 3UW 57770km
'91 FJ1200 3YA 757000km

Bilder

Karte der Tour (geplant gelb, tatsächlich gefahren rot), Anfang und Endpunkt grün
Karte aus dem ADAC Strassenatlas Deutschland 96/97 1:200.000
mit freundlicher Genehmigung Mairs Geographischer Verlag Ostheim und dem ADAC Deutschland

Abfahrt, freundlicherweise hatte die letzte Regenwolke des Tages sich schon vor einer Weile verabschiedet.

Auf ein paar Nebensträßchen Richtung Süden.

Gottseidank hörte diese ewig langweilige Etappe bald auf.

Erster Rast hinter Rithenburg im Taubertal.

Martin, Silvia

Claudia, W-Alex

Hier passt kein Radargeraet hin. :o)

Aber immer noch leider teils sehr unterschiedlicher Belag.

Der einzige Regen des Tages hatte eine Stunde vorher hier Station gemacht. :o)

Rast in Ochsenfurth, das Gasthaus hatte leider geschlossen, die Eisdiele dahinter freundlicherweise nicht.

Nach der Trennung von den anderen in Marktbreit fuhr ich noch den einen oder anderen Umweg durch den Steigerwald heim,

immer mit der Sonne im Rücken.